Die wenigsten Frauen bekommen ihre Periode in regelmäßigen Abständen. Eine Zyklusstörung kommt häufiger vor als angenommen wird und ist gar nicht so außergewöhnlich. Häufig ist die Dauer und nicht die Intensivität des Zyklus das auschlaggebende Kriterium für die Unregelmäßigkeit. Vor allem äußere Reize haben großen Einfluss auf den Zyklus: Stress, psychische Belastung oder auch nur ein Ortswechsel reichen aus, um eine Zyklusstörung hervorzurufenDie wenigsten Frauen bekommen ihre Periode in regelmäßigen Abständen. Eine Zyklusstörung kommt häufiger vor als angenommen wird und ist gar nicht so außergewöhnlich. Häufig ist die Dauer und nicht die Intensivität des Zyklus das auschlaggebende Kriterium für die Unregelmäßigkeit. Vor allem äußere Reize haben großen Einfluss auf den Zyklus: Stress, psychische Belastung oder auch nur ein Ortswechsel reichen aus, um eine Zyklusstörung hervorzurufen.

WICHTIG: In der Regel dauert der Monatszyklus 26 bis 32 Tage – in dieser Zeit findet in zwei bis sieben Tagen, individuell abhängig, die Periode statt. Eine Zyklusstörung oder auch Menstruationsstörung liegt vor, sobald von dieser grundlegenden Norm eine Abweichung vorliegt.

Unregelmäßiger Menstruationszyklus

Eine Zyklusstörung besteht dann, wenn der Menstruationszyklus nicht nach dem gleichen Schema auftritt wie in den Monaten zuvor. Allerdings ist bei einer Rhythmusstörung zwischen sechs unterschiedlichen Arten der Unregelmäßigkeit zu unterscheiden:

  • Polymenorrhoe: Verkürzte Zyklusdauer
    Bei der Polymenorrhoe ist die Dauer und Intensivität der Periode normal. Der Abstand bis zur nächsten Periode ist allerdings kürzer als 25 Tage. Dadurch dass die Periode so häufiger als normal eintritt wird mehr Blut verloren und kann somit zur Blutarmut führen. Folgen dieser Blutarmut sind extreme Müdigkeit und Leistungsminderung.
  • Oligomenorrhoe: Verlängerte Zyklusdauer
    Bei der Oligomenorrhoe ist die Dauer und die Intensivität der Periode normal. Der Abstand bis zur nächsten Periode ist allerdings länger, es kann bis zu 45 Tagen dauern, bis die nächste Monatsblutung kommt.
  • Amenorrhoe: Ausbleibende Periode
    Bei der Amenorrhoe bleibt die Periode aus – weitere Beschwerden, wie beispielsweise Unterleibschmerzen, treten nicht auf.
  • Hypomenorrhoe: Abgeschwächte Periode
    Bei der Hypomenorrhoe ist die Periode sehr schwach, hält nur circa zwei Tage an, und der Blutverlust sehr gering – häufig wird diese Blutung lediglich als Schmierblutung wahrgenommen.
  • Menorrhagie: Anhaltende Periode
    Bei der Menorrhagie ist die Periode sehr stark und kann bis zu sieben Tagen anhalten.
  • Metorrhagie: Auftreten von Zusatzblutungen
    Bei der Metorrhagie ist die Periode von ganz normaler Dauer und Intensivität, allerdings treten noch Zusatzblutungen in der Zeit zwischen den eigentlichen Monatsblutungen auf.

Ursachen einer unregelmäßigen Periode

Ein unregelmäßiger Zyklus kann verschiedenste Ursachen haben, alle äußeren Reize im Alltag beeinflussen den weiblichen Körper und somit den Menstruationszyklus.

  • Stress
  • psychische Belastungen
  • falsche Ernährung
  • Rauchen
  • Leistungssport
  • Klimaveränderung
  • starkes Untergewicht

In den häufigsten Fällen sind Stress, starkes Untergewicht, eine falsche Ernährung oder eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse Auslöser für eine Veränderung des Monatszyklus: Ein unregelmäßiger Zyklus, eine abgeschwächte Periode und andere Zyklusstörungen können die Folge sein. Weitere Faktoren sind psychische Belastungen, Leistungssport sowie eine Unterfunktion des Hypophysenvorderlappens1 beeinflussen den Hormonhaushalt und können dadurch Zyklusstörungen auslösen.

WICHTIG: Eine unregelmäßige Periode deutet nicht immer direkt auf eine Erkrankung hin – alle äußeren Einflüsse wirken sich auf den Zyklus aus und sind häufig die Ursache für eine Veränderung des Monatszyklus.

Chronische Eileiter- und Eierstockentzündung (Adnexitis)

Ein mögliches Anzeichen einer chronischen Adnexitis2 ist ein unregelmäßiger Zyklus mit wechselnden Unterleibsschmerzen während des gesamten Zyklus. Auch Verstopfung und Blähungen können auftreten. Eine chronische Adnexitis entsteht, wenn eine akute Adnexitis nicht erfolgreich behandelt wird, oder aufgrund von narbigen Veränderungen nach einer abgeheilten Entzündung.

Gutartige Eierstockzysten (PCO-Syndrom)

Ein unregelmäßiger Zyklus mit seltenen Monatsblutungen sowie männlicher Behaarung (Hirsutismus) und starkem Übergewicht deutet auf das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom3) hin – eine Fehlfunktion der Eierstöcke, deren genaue Ursache ungeklärt ist.

Kann ein unregelmäßiger Zyklus normal sein?

In bestimmten Lebensphasen, beziehungsweise in einem bestimmten Alter, ist ein unregelmäßiger Zyklus ganz normal und nicht bedenklich. In der Pubertät und in den Wechseljahren herrscht ein enormes Ungleichgewicht der Hormone durch die jeweiligen hormonellen Umstellungen im Körper. Diese Veränderung führt in den meisten Fällen zu einer Zyklusstörung, welche auf gar keinen Fall bedenklich ist. Es dauert eine gewisse Zeit, bis sich der Zyklus eingestellt hat. Im Laufe der Zeit stabilisieren sich die monatlichen Zyklen, wobei diese Phase in einigen Fällen auch bis zum 25. Lebensjahr andauern kann.

Nach einer Schwangerschaft

Die Hormonumstellung in der Schwangerschaft ist enorm: Viele Frauen nehmen das durch typische Schwangerschaftssymptome wie Übelkeit, Spannungsgefühl in den Brüsten oder den veränderten Appetit wahr. Sobald die Geburt erfolgt ist, fängt der Körper wieder an, den Hormonhaushalt umzustellen. Durch die hormonellen Veränderungen kommt es auch hier, vor allem in den ersten Zyklen nach der Schwangerschaft, zu einer sehr unregelmäßigen Periode.

In der Stillzeit

Während der Stillzeit, wird das Prolaktin4 erhöht produziert und hemmt den Eisprung, somit den gesamten Zyklus. Ein ausbleibender oder unregelmäßiger Zyklus ist in dieser Zeit ganz normal.

Nach einer Fehlgeburt

Da der Körper sich bei einer Fehlgeburt auf eine normale Geburt einstellt, demnach alle notwendigen Hormone produziert, kann es auch hier zu einer Zyklusstörung kommen, da eine Veränderung des Hormonhaushaltes stattgefunden hat, und sich dieser nach der Fehlgeburt wieder einpendeln muss.

Nach dem Absetzen von hormonellen Verhütungsmittel

Durch hormonelle Verhütungsmittel wird ein „künstlicher“ Zyklus im weiblichen Körper hergestellt. Werden diese dann abgesetzt, ist es normal, dass eine Zyklusstörung eintritt, da sich der Hormonhaushalt erst wieder regulieren und einstellen muss. Dieser Prozess kann bis zu 12 Monaten andauern.

Was tun gegen Zyklusstörungen?

Sollten die Zyklusstörungen über einen langen Zeitraum anhalten, von Schmerzen und zusätzlichen Blutungen begleitet sein oder gar über einen langen Zeitraum komplett ausbleibt, sollte in jedem Fall ein Gynäkologe aufgesucht werden.

Durch verschiedene Untersuchungen wie die Messung und Beobachtung der Basaltemperatur5 kann festgestellt werden, ob eine gestörte Eizellreifung oder ein fehlender Eisprung vorliegt. In den häufigsten Fällen wird zu Beginn ein Bluttest gemacht, und vor allem die Hormonkonzentrationen (Prolaktin, Östrogene6, Gestagene7, Schilddrüsenhormone) gemessen, da diese Werte für einen regelmäßigen Zyklus konstant sein müssen. Ist der Grund für eine unregelmäßige Periode eine chronische Adnexitis oder das PCO-Syndrom, muss diese Erkrankung behandelt werden, um wieder einen regelmäßigen Zyklus herstellen zu können.