Für viele Frauen ist der Eisprung mit Schmerzen verbunden. Diese können als Anzeichen für den Eisprung dienen und vor, während sowie nach der Ovulation1 auftreten. Der im Zusammenhang mit dem Eisprung auftretende Schmerz wird auch Mittelschmerz genannt. Diese Namensgebung geht darauf zurück, dass der Mittelschmerz genau wie die Ovulation in der Mitte des Zyklus auftritt. Schmerzen während des Eisprungs stellen eine ganz natürliche Reaktion des Körpers dar und sollten keinesfalls als Grund zur Besorgnis erachtet werden. Allerdings tritt nicht bei jeder Frau zwangsweise ein Mittelschmerz auf. Sollten Sie dieses Phänomen erstmalig an sich beobachten und Ihnen Zweifel an der Ursache bereiten oder haben Sie Sorge, dass der Auslöser der Beschwerden doch eine Erkrankung sein könnte, so sollten Sie schnellstmöglich eine Untersuchung beim Gynäkologen einleiten. Auch wenn Sie merken sollten, dass der Mittelschmerz sich verändert, die übliche Dauer überschreitet oder von einer Blutung begleitet wird, sollte dies gynäkologisch abgeklärt werden.

WICHTIG: Sollten Sie Zweifel an der Ursache Ihrer Unterbauchschmerzen oder Sorge haben, dass der Auslöser eine Erkrankung sein könnte, suchen Sie zur Abklärung schnellstmöglich einen Gynäkologen auf! Selbes gilt wenn sich Ihr Mittelschmerz verändert, die übliche Dauer überschreitet oder von einer Blutung begleitet wird!

Anzeichen des Eisprungs sind spürbar

Für viele Frauen äußert sich der Mittelschmerz auf ganz unterschiedliche Weise. Von manchen werden die Beschwerden während des Eisprungs als ein Ziehen im Unterbauch beschrieben, von anderen eher als ein Stechen. Einige Frauen können die schmerzlichen Anzeichen des Eisprungs klar der linken oder rechten Unterbauchhälfte zuordnen, andere können die Schmerzregion nicht genau ausmachen. Auch die Dauer und die Stärke des Mittelschmerzes können divergieren. Die durch den Eisprung ausgelösten Schmerzen können von nur wenigen Minuten bis hin zu 48 Stunden andauern. Der Mittelschmerz kann als sehr stark wahrgenommen werden und sich krampfartig äußern oder aber auch nur in sehr leichter Form auftreten. Wodurch genau die eisprungbedingten Beschwerden ausgelöst werden, bleibt von der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute noch nicht eindeutig geklärt werden. Deshalb können wir bis hierhin erstmal nur festhalten, dass der Mittelschmerz sehr vielfältige Formen und Ausmaße annehmen kann, als Zeichen der Fruchtbarkeit durchaus aber als positiv und unbedenklich zu bewerten ist.

Vor und nach der Ovulation

Bei Frauen, die im Zusammenhang mit dem Eisprung üblicherweise einen Mittelschmerz verspüren, kann dieser vor ebenso aber auch nach der Ovulation eintreten. Nur in sehr wenigen Fällen kommt ein zeitgleicher Eintritt von Ovulation und Mittelschmerz vor. Generell kann sich der Schmerz als Anzeichen für den bevorstehenden Eisprung bis zu 9 Tage vor der Ovulation bemerkbar machen. Als Nachbote eines gesprungenen Eis kann eine Frau noch etwa bis zu 4 Tage danach einen Mittelschmerz verspüren. Von den nur etwa 30 bis 40 % der Frauen, die einen Mittelschmerz an sich beobachten, durchlaufen die meisten diesen vor Eintritt des Eisprungs. Deshalb zählen diese Beschwerden durch den Eisprung zu den aussagekräftigsten Anhaltspunkte für die fruchtbaren Tage einer Frau, was sich bei bestehendem Kinderwunsch als recht hilfreich erweisen kann. Um herauszufinden, zu welchem Zeitpunkt bei Ihnen der Mittelschmerz eintritt, sollten Sie diesen stets in einen Zykluskalender eintragen. Stellen Sie im gleichen Zeitraum eine erhöhte Basaltemperatur2 sowie dehnbaren Zervixschleim3 an sich fest, so können Sie den Schmerz als deutliches Anzeichen Ihrer fruchtbaren Tage werten.