Die Symptome von Schwangerschaft und PMS (prämenstruelles Syndrom) sind sehr ähnlich – hast du das gewusst? Ab und zu kann es wirklich passieren, dass Frauen die Empfindungen und Beschwerden verwechseln und nicht wissen, wie sie unterscheiden können. Die Symptome sind deswegen so ähnlich, weil sie überwiegend durch das gleiche Hormon – Progesteron – ausgelöst werden. Der Progesteronspiegel steigt bald nach dem Eisprung stark an: Die Körpertemperatur wird etwas höher, manche Frauen leiden an Krämpfen oder sogar an Übelkeit. Dazu lässt die Monatsblutung vielleicht auf sich warten und man fühlt sich unsicher was passiert.

Deswegen lohnt es sich die Zeichen zu erkennen, die der Körper uns gibt. Die häufigsten Symptome von PMS, die mit Schwangerschaft verwechselt werden können, sind:

Symptome von PMS und dem Eisprung

  • Stechen in den Brustwarzen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Bauchschmerzen im Unterbauch
  • Brustempfindlichkeit
  • Schwindel
  • Niedriger Blutdruck
  • Magenschmerzen und Gefühle von Hunger oder Appetitlosigkeit

Für viele Frauen, die schwanger werden wollen können diese Symptome zur Qual werden. Woher wissen sie, ob es ein Zeichen der Menstruation oder Schwangerschaft ist? Der Körper kann Zeichen geben, die wir nicht immer ganz klar verstehen.

WICHTIG: Insofern du dich unsicher über die klare Ursache deiner Beschwerden fühlst – mache am besten einen Schwangerschaftstest bzw. gehe zum Arzt/ zu der Ärztin. Solltest du an PMS leiden, wir es dir nach der Zeit leichter fallen, die Symptome zu erkennen.

Was sind die Unterschiede von PMS und Schwangerschaft?

Bauchschmerzen und Krämpfe

Schmerzen im Unterleib sind bei PMS ein paar Tage vor der Menstruation sehr häufig. Im Falle einer Schwangerschaft bestehen diese Beschwerden womöglich weiterhin, da sich der Körper in den ersten Wochen grundlegend auf die neue Situation umstellt. Menstruationskrämpfe sind der Kolik bei Schwangerschaft ähnlich, wobei das Gelbkörperhormon Progesteron bei Schwangeren einen eher einseitigen Schmerz des Eierstocks auslöst und der Schmerz bei PMS relativ homogen beidseitig zu spüren ist.

Übelkeit

Manche Frauen leiden bei PMS an Übelkeit oder einem generellen Unwohlsein. Dieses Symptom klingt nach den ersten Tagen der Periode wieder ab, wird sich bei einer Schwangerschaft aber eher intensivieren.

Stechen und Spannungsgefühl in den Brüsten

Durch hormonelle Einflüsse kann es in beiden Fällen zu einer Empfindlichkeit der Brüste kommen. Dieses Symptom reduziert sich ebenso wie Übelkeit mit dem Beginn der Menstruation, bei Schwangerschaft verstärkt es sich.

Müdigkeit

Dies kann eines der Hauptmerkmale einer Schwangerschaft sein. Obwohl Müdigkeit auch sehr häufig bei PMS vorkommt, dauert dieses Symptom bei Schwangeren etwa bis zur 12. Woche an, wohingegen es sich bei PMS nach zwei bis drei Tagen bessert.

Hunger

Hunger ist ein sehr umstrittener Indikator, da jede Frau in einer verschiedenen Weise reagiert. So haben manche während PMS besonderen Appetit und andere verlieren ihn vollständig. Eines steht jedoch fest: Während der Schwangerschaft ist der Appetit für gewöhnlich groß, auch wenn er mit Übelkeit einhergeht.

Emotionalität und Stimmungsschwankungen

Eine erhöhte Sensibilität kann für eine Frau sehr verwirrend sein, da Empfindungen wie Traurigkeit oder Wut verstärkt auftreten. Diese manchmal starken negativen Emotionen können Reaktionen auf das Verhalten unserer Mitmenschen sein, wodurch es in der Regel dazu kommt, dass wir uns vielleicht noch bedrückter fühlen, wenn sich so mancher andere dann zurückzieht.

WICHTIG: Bei PMS ist die Emotionalität meist mit Wut verbunden, bei der Schwangerschaft handelt es sich eher um ein Gefühl der Traurigkeit.

Wenn du deinen Zyklus kennst, ist es empfehlenswert ein paar Tage abzuwarten, bevor du zu einem Schwangerschaftstest greifst. Aber die Ungewissheit ist immer schwer zu ertragen, daher ist die Abklärung der tatsächlichen Ursache für Beschwerden die beste Wahl. Emotionaler Druck kann das Einsetzen der Periode jedenfalls auch stark beeinflussen. Wenn ich gestresst bin, kommt es sehr oft vor, dass meine Periode sehr ver spätet einsetzt. Lerne dich selbst kennen! – Bei starker Unsicherheit hilft vielleicht ein Notizbuch, worin ich eintrage, was jeden Monat vor meiner Periode passiert. Ich kann nach einiger Zeit vielleicht Symptome erkennen, die immer wiederkehren.

Fragen der Leser/innen:

Wann kommt PMS?

Die Symptome von PMS können von Frau zu Frau variieren und auch der Zeitpunkt des Einsetzens ist unterschiedlich. In der Regel treten die unangenehmen Anzeichen von PMS zwischen fünf und elf Tagen vor der Menstruation auf. Es zeigen sich dann meist deutliche Symptome wie Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit, Sehnsucht nach süßen Speisen, eine Schwellung des Bauches, Empfindlichkeit der Brüste und Krämpfe im Unterleib. Auch Migräne kann mit PMS eintreten.

Kann ich schwanger sein und trotzdem PMS haben?

PMS tritt bei schwangeren Frauen nicht auf, aber einige Symptome der Schwangerschaft sind den Anzeichen von PMS sehr ähnlich, wie intensive Stimmungsschwankungen, Empfindlichkeit der Brüste und sogar Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln. Diese Symptome treten aufgrund der drastischen Veränderung verschiedener Hormonspiegel auf, an der die Frau sowohl an den Tagen von PMS als auch während der Schwangerschaft leiden kann.

Schützen Verhütungsmittel vor PMS?

Die Verwendung von synthetischen Hormonen wie der „Pille“ haben tatsächlich einen Einfluss auf die Auswirkungen des Prämenstruellen Syndroms. Mit der Einnahme von hormonellen Mitteln zur Empfängnisverhütung bessern sich bei manchen Frauen Symptome wie Reizbarkeit, Schwellungen oder sogar Kopfschmerzen. Jedoch ist fraglich, ob die Verringerung der Beschwerden von PMS in einem befriedigenden Verhältnis zu „Nebenwirkungen“ hormoneller empfängnisverhütender Mittel steht. Diese lösen bei vielen Frauen depressive Verstimmungen und einen Verlust der Libido aus. Ebenso kann es zur generellen Veränderung der Gefühlswelt kommen. Dieser Effekt ist schleichend und wird deshalb in etlichen Fällen nicht mit der „Pille“ assoziiert.

Was hilft gegen PMS?

Zusätzlich zur Geburtenkontrolle können Pillen, natürliche Schmerzmittel, pflanzliche Heilmittel und sogar subkutane Implantate angewendet werden. Es empfiehlt sich einen Fachmann/ eine Fachfrau zu Rate zu ziehen und alle möglichen Heilmittel gemeinsam zu besprechen. Die Anwendung natürlicher Stoffe ist dabei immer zu bevorzugen.