Die Lutealphase, auch Gelbkörper-, oder Sekretionsphase genannt, bezeichnet die zweite Hälfte des Monatszyklus einer Frau, die zwischen Eisprung und Menstruationsblutung stattfindet. In der Lutealphase werden Vorbereitungen für die Einnistung eines Embryos getroffen und der Gelbkörper1 gebildet. Daher spielt diese Zyklusphase eine wichtige Rolle bei einem bestehenden Kinderwunsch sowie für eine Schwangerschaft selbst. Die Lutealphase vollzieht sich normalerweise während eines Zeitraums von 12 bis 16 Tagen. Was genau sich während der Lutealphase im Körper abspielt und wann ab wann eine Schwangerschaft anhand eines Tests nachweisbar ist, wollen wir nun genauer betrachten.

Was passiert im Körper

Während der Lutealphase wird für den Fall der erfolgreichen Befruchtung einer Eizelle die Gebärmutterschleimhaut umgebaut. Sie wird aufgelockert und mit Nährstoffen angereichert, um perfekte Bedingungen für das Einnisten eines Embryos zu schaffen. Für all diese Maßnahmen ist das Hormon Progesteron2 verantwortlich, dass sobald eine Befruchtung einer Eizelle und die Einnistung dieser in der Gebärmutter stattgefunden hat ebenfalls für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft zuständig ist. Bleibt ein gesprungenes Ei unbefruchtet, bildet sich der Gelbkörper wieder zurück und löst sich von der Gebärmutter. Darauf folgt dann die Menstruationsblutung und somit das Ende des Monatszyklus. Mindestens 12 Tage werden nach dem Eisprung vom weiblichen Körper benötigt, um die erfolgreiche Einnistung einer Eizelle zu ermöglichen. Sollte diese Phase des Monatszyklus kürzer andauern, kann das eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit zur Folge haben. Ursache hierfür kann eine Unterversorgung von Progesteron sein, die wiederum auf eine Gelbkörperschwäche zurückzuführen sein kann. Besteht ein Kinderwunsch, sollten Frauen ihren Körper sowie mögliche Anzeichen für eine zu kurze Lutealphase oder auch Gelbkörperschwäche3 genau beobachten und bei Auffälligkeiten den Arzt aufsuchen. Eine Möglichkeit der Kontrolle der Lutealphase stellt die Temperaturbeobachtung dar. Bei einem gesunden Zyklus steigt die Temperatur während der Lutealphase an. Bleibt dieser Temperaturanstieg aus, kann eine Zyklusstörung vorliegen. Dies sollte dann unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden.

WICHTIG: Sollten Sie, z.B. anhand einer Temperaturkontrolle, feststellen, dass Ihre Lutealphase einen Zeitraum von 12 Tagen unterschreitet, wird ein Besuch beim Arzt zur Abklärung dringend empfohlen! Die Fruchtbarkeit kann in diesem Falle eingeschränkt sein.

Wann den Schwangerschaftstest machen

Die Gewissheit darüber, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht kann nur ein Schwangerschaftstest bringen. Dieser misst den Wert des Hormons HCG4 (humanes Choriongouadotropin). Die Produktion dieses Schwangerschaftshormons beginnt im weiblichen Körper bereits wenige Tage nach der Befruchtung der Eizelle. Es gibt verschiedene Testmethoden, anhand welcher man die hCG Konzentration messen kann. Die verschiedenen Methoden können zu verschiedenen Zeitpunkten verlässliche Auskunft über eine eventuelle Schwangerschaft geben. Hier eine Übersicht:

  1. Der Urin-Frühtest
    Ein Urin-Fühtest, der in Apotheken sowie Drogeriemärkten erhältlich ist, kann bereits etwa vier Tage vor dem erwarteten Beginn der Regelblutung durchgeführt werden. Da diese Tests jedoch häufig fehlerhaft sind, empfiehlt es sich bis mit der Durchführung bis zum Ausbleiben der Monatsblutung zu warten.
  2. Der Urin-Test
    Ein herkömmlicher Urin-Test sollte etwa zwei Wochen nach dem Eisprung durchgeführt werden. Zu diesem Zeitpunkt ist bei eine Frau normalerweise auch mit dem Eintritt der Periode zu rechnen.
  3. Der Bluttest
    Der Bluttest wird üblicherweise von einem Frauenarzt durchgeführt und kann schon sechs bis neun Tage nach der Befruchtung einer Eizelle sichere Auskunft darüber geben, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht.
  4. Die Ultraschalluntersuchung
    Im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung kann eine Schwangerschaft frühestens einige Tage nach dem Ausbleiben der Regelblutung festgestellt werden. Die Untersuchung wird von einem Frauenarzt durchgeführt.