Es ist völlig natürlich, dass sich die Frau während der ganzen Schwangerschaft darüber Gedanken macht, wie sich wohl der Moment der Geburt anfühlt. Der Körper bereitet sich im Laufe der Schwangerschaft darauf vor und für viele Frauen ist es zu Beginn des dritten Trimesters üblich, Kontraktionen zu spüren.

Daher beschäftigen wir uns nun mit den sogenannten „Übungswehen“ und den Veränderungen im Körper, welche uns die nötigen Hinweise zum richtigen Einschätzen der anstehenden Geburt liefern.

Übungswehen erkennen

Die Gebärmutter beginnt sich aber der 20. Woche auf den Geburtsvorgang vorzubereiten. Es kann zu bislang unbekannten Spannungsgefühlen im Unterleib kommen – das sind vermutlich die sogenannten „Übungswehen“. Die Muskulatur des Uterus zieht sich dann zusammen und entspannt sich wieder. Dies kräftigt die Muskulatur und das Baby und die Plazenta erfahren eine bessere Durchblutung.

Diese kurzen und noch relativ schwachen Wehen – die Alvarez-Wehen – sind unregelmäßig. Mit Fortschreiten der Schwangerschaft werden diese Wehen etwas häufiger und stärker, denn größere Teile der glatten Muskulatur ziehen sich zusammen. Man spricht dann von den Braxton-Hicks-Wehen. Auch diese haben keine Auswirkungen auf den Muntermund, also sei unbesorgt – es sind immer noch „Übungswehen“, die dazu dienen den Körper auf die Geburt einzustellen.

Die Lage des Babys

Die Bewegungen des Babys können vor der Geburt abnehmen, da der Raum durch die Menge an Fruchtwasser und die Größe des Kindes verkleinert wird. Jedoch berichten Frauen ganz Unterschiedliches. Manche spüren sogar den Moment, in dem das Baby sich langsam in die Geburtsstellung dreht.

Im Laufe der Schwangerschaft drehen sich manche Babys sehr häufig, andere wiederum verbleiben in ihrer gemütlichen Lage. Je näher der Zeitpunkt der Geburt rückt, desto wichtiger ist die richtige Lage des Kindes, da manche Positionen eine natürliche Geburt erschweren oder sogar ausschließen.

Bei jeder Untersuchung bei deinem Arzt/ deiner Ärztin wird die Lage deines Kindes mittels Ultraschall festgestellt. Idealerweise befindet sich das Baby vor der Geburt in der vorderen Hinterhauptslage. Etwaige Lageanomalien können in den letzten Wochen vor der Geburt gesichtet werden.

Die Hauptanzeichen der nahenden Geburt

Abgang des Schleimpfropfens

Dem Schleimpfropfen kommt während der Schwangerschaft eine wichtige Bedeutung zu, da er einen Schutz vor Keimen und Bakterien darstellt. Er löst sich kurz vor der Geburt und sieht für gewöhnlich durchsichtig und klar aus. Die Loslösung bedeutet, dass der Muttermund beginnt sich zu öffnen. Der tatsächliche Zeitpunkt der Geburt kann dadurch aber nur wage festgestellt werden: Bei manchen Frauen löst sich der Pfropfen einige Tage vor der Geburt, bei anderen ist er ein direkter Vorbote der nahenden Entbindung.

Kontraktionen

Wenn die Wehen beginnen rhythmisch wiederkehrend aufzutreten, ist die Geburt nicht mehr weit entfernt. Diese Kontraktionen werden als starkes Ziehen im Unterbauch empfunden und sind meist von Rückenschmerzen belgeitet. Der Bauch verhärtet sich dabei und entspannt sich in den Zwischenzeiten wieder.

Die Fruchtblase platzt

Dies ist das eindeutigste Zeichen der bevorstehenden Geburt. Wenn die Fruchtblase platzt, löst sich das das Baby umgebende Fruchtwasser und tritt als klare, geruchlose Flüssigkeit nach außen. Ab dem Blasensprung kann es noch einige Stunden bis zu einem Tag dauern, bis die Wehen losgehen.

Was zu tun ist, sobald diese Anzeichen auftreten

Diese Hauptsymptome der nahenden Geburt bedeuten, dass du nun deine Hebamme und deinen Arzt/ deine Ärztin informieren solltest. Diese werden dich dann untersuchen und die Schritte der Geburt mit dir klären. In den letzten Wochen vor der Geburt solltest du idealerweise schon deinen Mutterschaftskoffer mit all den wichtigen Dingen, die du während und nach der Geburt im Krankenhaus brauchst packen.

Fragen der Leser/innen:

Sind Rückenschmerzen ein Anzeichen der nahenden Geburt?

Rückenschmerzen sind ab dem dritten Trimester ein sehr häufiges Symptom und können in Verbindung mit den obengenannten Anzeichen auf die bevorstehende Geburt hinweisen.

Gibt es vor der Geburt Symptome?

Natürlich gibt es Symptome vor der Geburt! Mache dir keine Sorgen, dass du es nicht spüren könntest. Die zuvor beschriebenen Anzeichen werden dir klar sagen, dass es soweit ist.