Der Eisprung ist essentiell für eine Schwangerschaft. Besteht ein Kinderwunsch ist es sehr nützlich zu wissen, wann der Eisprung erfolgt, um die Chance der Befruchtung zu erhöhen, und somit schwanger zu werden zu können.

Die Zeit unmittelbar vor dem Eisprung ist die fruchtbarste Zeit im Zyklus der Frau.

Anzeichen und Symptome sind somit wichtig zu erkennen um eine Schwangerschaft bestmöglich einführen zu können.

Was ist der Eisprung?

Der Eisprung, oder die sogenannte Ovulation, stellt die Wanderung der unbefruchteten Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter dar. Die Phase ist die fruchtbarste Zeit im weiblichen Menstruationszyklus und deswegen so wichtig zu erkennen, wenn ein Kinderwunsch besteht. Lediglich 1 dominantes Ei, von bis zu 20 Eibläschen, auch Follikel genannt, gelangt in den Eileiter. Anschließend wandert dieses weiter in die Gebärmutter und in den nächsten 24 Stunden besteht die Möglichkeit, dass das Ei befruchtet werden kann.

Wann findet der Eisprung statt?

Bei einem regelmäßigen Menstruationszyklus findet der Eisprung genau in der Mitte, also nach 14 Tagen statt. Um die Chance einer Schwangerschaft zu erhöhen, sollte unmittelbar in den Tagen vor dem Eisprung Geschlechtsverkehr erfolgen.

Ab dem Moment des Eisprungs sinkt die Fruchtbarkeit allerdings bereits wieder.

Bei Frauen die keinen regelmäßigen Zyklus haben, gelten in der Regel 11 bis 14 Tage nach der Periode, dass der Eisprung stattfindet und somit die fruchtbarsten Tage im Menstruationszyklus sind. Die Zeit nach dem Eisprung variiert ebenfalls zwischen 12 und 16 Tagen. Wichtig ist es, vor allem bei einem bestehenden Kinderwunsch, die richtigen Symptome und Anzeichen eines Eisprungs zu erkennen und zu deuten

In den häufigsten Fällen, leiden Frauen unter den sogenannten Mittelschmerzen: Eisprungbeschwerden. Der Name ist davon hergeleitet, dass dieser in der Mitte des Zyklus stattfindet. Die Mittelschmerzen variieren von der Stärke und Intensivität ganz individuell von Frau zu Frau: Die Mittelschmerzen können nur ein paar Minuten lang sein oder sogar bis zu mehreren Tagen anhalten. Der Stechende oder auch Ziehende Schmerz tritt bei einigen Frauen monatlich zur gleichen Zeit auf, bei anderen kann der Eisprung allerdings auch nur in einigen Monaten spürbar sein. Der Unterschied zu den normalen Menstruationsschmerzen ist, dass der Schmerz lediglich auf der rechten oder linken Seite empfunden wird – je nachdem welcher Eierstock betroffen ist.

Der weibliche Körper sendet viele verschiedene Anzeichen und Symptome die auf einen Eisprung hindeuten – diese müssen nur richtig erkannt und gedeutet werden, damit auf diese reagiert werden kann. Zusätzlich gibt es mittlerweile viele Methoden um den Eisprung zu berechnen oder besser identifizieren zu können.

Die wichtigsten Symptome des Eisprungs

  • Verflüssigung des Zervixschleims
  • Mittelschmerz
  • Muttermund öffnet sich
  • Basaltemperatur
  • Ovulationsblutung

Der Zervixschleim1 ist ein wichtiges und vor allem gut erkennbares Anzeichen des Eisprungs, da dieser bereits in den Tagen vor dem Eisprung eine Veränderung erkennen lässt. Der Zervixschleim ist in der Regel weiß und klumpig, einige Tage vor und nach dem Eisprung wird dieser allerdings sehr flüssig, klar und spinnbar. Diese Veränderung des Zervixschleims hängt mit dem Wassergehalt im Schleim zusammen: Einige Tage vor dem Eisprung steigt der Wassergehalt, aufgrund der vermehrten Produktion des Hormons Östrogen2, enorm an. Der Zervixschleim ist in Kombination mit dem Messen der Basaltemperatur3 eine sehr sinnvolle Methode um die fruchtbarsten Tage festzustellen: Der Zervixschleim kündigt den Eisprung durch die Veränderung der Konsistenz an, und die Basaltemperatur vermittelt das Ende des Eisprungs, denn hormonell bedingt steigt die Basaltemperatur in der Regel nach dem Eisprung, und somit kann festgestellt werden, ob überhaupt ein Eisprung erfolgt ist oder nicht. Hat ein Eisprung stattgefunden, lässt sich die Basaltemperaturkurve in drei Phasen einteilen:

  1. Eireifungsphase
    Die Eireifung findet in dieser Phase, mit einer Tieflage der Temperatur, statt.
  2. Eisprung
    In dieser Phase steigt die Basaltemperatur, aufgrund des Hormons Progesteron4, an.
  3. Gelbkörperphase
    Wenn das Ei erfolgreich befruchtet wurde, bleibt die Basaltemperatur erhöht, da vermehrt Progesteron produziert wird. Für die notwendigen Veränderungen für eine Schwangerschaft im Körper beziehungsweise in der Gebärmutter der Frau ist die erhöhte Temperatur zwingend notwendig und kann daher als zuverlässiges Anzeichen angesehen werden.

Muttermund

Ein paar Tage vor dem Eisprung wird der Muttermund weicher und öffnet sich. Diese Veränderung ist notwendig, damit die Spermien zur Eizelle gelangen können. Nach dem Eisprung wird der Muttermund wieder härter und schließt sich. Bevor man diese Methode als zuverlässiges Anzeichen verwenden kann, sollte man den Muttermund über mehrere Tage abtasten, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Ovulationsblutung

Der Östrogenspiegel kann während des Eisprungs enorm sinken und dadurch zu einer Blutung führen. Diese Blutung tritt allerdings nur als kleine Schmierblutung und sehr selten auf – sollte sie allerdings eintreten, ist man an diesem Tag fruchtbar!

Neben den natürlichen Anzeichen die der weibliche Körper zur Zeit des Eisprungs vermittelt, gibt es noch weitere Möglichkeiten den genauen Tag des Eisprungs festzustellen.

Zykluscomputer

Anhand eines Zykluscomputers kann der Hormonwert im Urin gemessen und dadurch bestimmt werden wann die fruchtbaren Tagen oder der Eisprung sind.

Ovulationstest

Die Ovulationstests sind eine weitverbreitete, allerdings nicht sehr zuverlässige Möglichkeit um den Tag des Eisprungs ermitteln zu können. Diese Tests werden auch LH Tests genannt, da das luteinisierende Hormon unmittelbar vor dem Eisprung enorm ansteigt. Diese Methode ist jedoch nicht sehr zuverlässig, da der LH Spiegel im Laufe des Tages öfter schwanken kann.