Die Einnistung ist die sogenannte Implantation der befruchteten Eizelle oder auch mehrerer befruchteter Eizellen in der Gebärmutter. Die Nidation ist eine notwendige Voraussetzung für eine Schwangerschaft. Die Eizelle setzt sich an der Gebärmutterschleimhaut ab und dadurch kann es zur Nidationsblutung kommen, da Blutgefäße bei der Einnistung platzen. Diese Blutung ist allerdings nicht besorgniserregend und tritt auch lediglich bei jeder vierten Frau auf.

Die Schwangerschaft beginnt allerdings schon bereits bei der Befruchtung der Eizelle. Diese wandert danach durch den Eileiter bis zur Gebärmutter bis sie sich dann dort einnisten kann. Bevor sich die Eizelle allerdings einnistet teilt sich diese in zwei Hälften: Aus der einen Hälfte wird die Plazenta entstehen, und aus der anderen Hälfte der Embryo. Die Zellen, aus denen sich die Plazenta entwickeln wird, nisten sich ebenfalls an der Gebärmutterschleimhaut an. Dadurch werden schwangerschaftsrelevante Hormone, besonders das Schwangerschaftshormon HCG1, ausgeschüttet, welche unteranderem dafür sorgen, dass die Gebärmutterschleimhaut weiterhin aufgebaut wird und der Eisprung in den nächsten Monaten unterdrückt wird.

WICHTIG: Die Nidation ist die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut, nachdem sie den Weg durch den Eileiter in die Gebärmutter geschafft hat.

Symptome der Nidation

Typische Anzeichen und Symptome sind bei der Nidation nicht wirklich vorhanden. Grundlegend beginnt der Körper mit der Einnistung notwendige Schwangerschaftshormone zu produzieren und auszuschütten, um eine gute Entwicklung des Babys gewährleisten zu können. Dadurch nehmen viele Frauen erste Schwangerschaftssymptome wahr: Spannungsgefühl in den Brüsten, Heißhunger, Übelkeit oder Kopfschmerzen treten bei einigen Frauen auf.

Eindeutige Symptome der Nidation sind allerdings hauptsächlich die Einnistungsblutung, welche in der Regel ein paar Stunden bis zwei Tage anhält und hellrot ist. Zusätzlich kommt es bei wenigen Frauen zu Krämpfen im Unterbauch. Diese treten ein paar Tage vor der eigentlichen Monatsblutung auf und ist auf die Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut zurück zu führen. Zudem können Frauen die ihre Basaltemperatur2 regelmäßig überprüfen beobachten, dass die Temperatur zur Einnistung hin ein wenig steigt, und nach der erfolgreichen Befruchtung wieder sinkt.

Somit wird die Einnistung der meisten Frauen nicht bewusst wahrgenommen oder gespürt.

Wann erfolgt die Nidation

Die Einnistung erfolgt in der Regel sechs bis zehn Tage nach der Befruchtung der Eizelle, und demnach ungefähr bei der Hälfte des monatlichen Zyklus, da die Befruchtung durchschnittlich 12 bis 24 Stunden nach dem Eisprung stattfindet.

Einnistungsblutung ist normal

Hat die befruchtete Eizelle sich in der Gebärmutter eingenistet kann es zur sogenannten Nidationsblutung kommen – daher wird die Einnistungsblutung als Schwangerschaftsbeweis angesehen. In der Regel kommt es spätestens zwei Wochen nach dem Eisprung dazu – allerdings kann nicht genau vorhergesagt werden, wie schnell das befruchtete Ei durch den Eileiter gewandert und sich dann festgesetzt hat. Die Blutung entsteht durch geringe Verletzungen der Blutgefäße in der Gebärmutterschleimhaut beim Einnisten der Eizelle. Grundlegend tritt die Nidationsblutung lediglich bei jeder vierten Frau auf, und wird oftmals mit der normalen Menstruationsblutung verwechselt, da diese zur gleichen Zeit eintreten sollte. Allerdings ist die Nidationsblutung grundlegend gut von der Menstruationsblutung zu unterscheiden: Die Einnistungsblutung ist viel schwächer als die Monatsblutung und zusätzlich heller in der Farbe. Bei einer Mehrlingsschwangerschaft tritt die Blutung allerdings stärker auf, da sich mehrere Eier einnisten und somit mehr Blutgefäße in der Gebärmutterschleimhaut platzen. Im Normalfall hält die Nidationsblutung auch nur ein paar Stunden bis zu zwei Tagen an. Symptome wie bei der Periode gibt es bei der Einnistungsblutung nicht. Da die Verletzungen der Gebärmutterschleimhaut so gering sind, werden diese nicht durch Schmerzen wahrgenommen. Aufgrund der nicht auftretenden Schmerzen ist für viele Frauen dann eindeutig, dass es sich um die Nidationsblutung und nicht um die Menstruationsblutung handelt. In seltenen Fällen wird die Einnistungsblutung allerdings durch leichte Übelkeit begleitet. Dieses Symptom ist allerdings nicht auf die Einnistung zurück zu führen, sondern auf die grundlegenden hormonellen Veränderungen die dann im Körper ablaufen.