Bei der Einnistung oder Nidation handelt es sich um die Implantation der befruchteten Eizelle oder auch mehrerer befruchteter Eizellen in die Gebärmutter. Sie ist somit die notwendige Voraussetzung für eine Schwangerschaft. Die Eizelle setzt sich an der Gebärmutterschleimhaut ab und dadurch kann es zur "Nidationsblutung" kommen, da kleine Blutgefäße bei der Einnistung platzen. Diese Blutung ist allerdings nicht besorgniserregend und tritt auch lediglich bei jeder vierten Frau auf.

Doch die Schwangerschaft beginnt bereits bei der Befruchtung der Eizelle. Diese wandert danach durch den Eileiter bis zur Gebärmutter, wo sie sich schlussendlich einnistet. Vor diesem letzten Schritt teilt sich die Eizelle in zwei Hälften: Aus der einen Hälfte wird die Plazenta entstehen und aus der anderen Hälfte formt sich der Embryo. Die Plazentazellen platzieren sich dabei ebenso an der Uterusschleimhaut, wodurch in weiterer Folge schwangerschaftsrelevante Hormone, besonders das Schwangerschaftshormon HCG1, ausgeschüttet werden. Sie sorgen für einen verstärkten Aufbau der Schleimhaut und unterdrücken den Eisprung in den Monaten der Schwangerschaft.

WICHTIG: Die Nidation ist die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut, nachdem sie den Weg durch den Eileiter in die Gebärmutter geschafft hat.

Symptome der Nidation

Die Einnistung erfolgt in der Regel sechs bis zehn Tage nach der Befruchtung der Eizelle und somit etwa in der Hälfte des monatlichen Zyklus. Die Befruchtung selbst findet durchschnittlich 12 bis 24 Stunden nach dem Eisprung statt.

Durch die Nidation werden keine typischen Symptome verursacht, doch der weibliche Körper beginnt in Zuge der Einnistung notwendige Hormone zu produzieren und auszuschütten, um eine gute Entwicklung des Babys gewährleisten zu können. Dadurch nehmen viele Frauen erste Schwangerschaftssymptome wahr: ein Spannungsgefühl in den Brüsten, Heißhunger, Übelkeit oder Kopfschmerzen sind dabei sehr verbreitet.

Ein eindeutiges Anzeichen der Nidation ist die Einnistungsblutung, welche in der Regel ein paar Stunden bis zwei Tage anhält und hellrot ist. Zusätzlich kommt es bei wenigen Frauen zu Krämpfen im Unterbauch. Diese treten ein paar Tage vor der eigentlichen Monatsblutung auf. Zudem kannst du durch die regelmäßige Überprüfung deiner Basaltemperatur beobachten, dass die Temperatur zur Einnistung hin ein wenig steigt, und nach der erfolgreichen Befruchtung wieder sinkt.

Einnistungsblutung oder Periode?

Die Nidationsblutung ist grundsätzlich gut von der Menstruationsblutung zu unterscheiden: Sie ist viel schwächer und zusätzlich von hellerer Farbe. Bei einer Mehrlingsschwangerschaft tritt die Blutung allerdings stärker auf, da sich mehrere Eier einnisten und somit mehr Blutgefäße in der Gebärmutterschleimhaut beschädigt werden. Im Normalfall hält die Nidationsblutung nur ein paar Stunden bis zu zwei Tage an und sie wird nicht von Menstruationssymptomen begleitet. Da die Verletzungen der Gebärmutterschleimhaut so gering sind, werden keine Schmerzen spürbar sein. Aufgrund der ausbleibenden Schmerzen ist für viele Frauen dann eindeutig, dass es sich um die Nidationsblutung und nicht um die Menstruation handelt. In seltenen Fällen wird dieser Vorgang allerdings durch leichte Übelkeit begleitet. Dieses Symptom ist aber nicht auf die Einnistung zurück zu führen, sondern auf die grundlegenden hormonellen Veränderungen im Körper.