Während der Schwangerschaft könnender werdenden Mutter Veränderungen im Körper schnell Sorgen bereiten – vor allem wenn sie im ersten Trimester auftreten. Eine dunkle Schmierblutung (dunkler Ausfluss) weist hierbei nicht zwingend auf ein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko oder etwa eine Fehlgeburt hin. Auch harmlose Ursachen können dazu führen. Ein vermehrter Ausfluss ist während der Schwangerschaft sogar üblich, da die Durchblutung der Scheide gesteigert ist.

Der während der Schwangerschaft typische rot-bräunliche Ausfluss ist an seiner bröckeligen Konsistenz zu erkennen. Häufig kommen kleine Blutbeimengungen und ein unangenehmer Geruch(meist fischartig) hinzu. In seltenen Fällen treten dann auch Unterleibsschmerzen und ein Jucken oder Brennen im Genitalbereich auf.

Ursachen für eine dunkle Schmierblutung

Fast jede fünfte schwangere Frau kennt dieses Symptom. Es weist üblicherweise auf das Vorhandensein einer leichten Blutung hin. Die Ursachen dafür sind in der Regel harmlos und sind nicht mit negativen Folgen verbunden.Allerdings sollte ein Gynäkologe/ eine Gynäkologin aufgesucht werden, um Komplikationen auszuschließen, da es für den Ausfluss folgende Gründe geben kann:

  • Nidationsblutung
  • Ausscheidung des Schleimpfropfs
  • Progesteronmangel
  • kleine, innere Verletzungen
  • Pilzinfektion und weitere Geschlechtskrankheiten

Nidation – die ersten Tage nach dem Eisprung

Zwischen dem 6. und 10. Tag nach dem Eisprung deutet ein brauner Ausfluss auf die sogenannte „Nidation“ hin. Dabei nistet sich die Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut ein, was zu einer leichten Blutung führen kann.

Loslösung des Schleimpfropfens im 1.-3. Trimester

Der Abgang des sogenannten „Schleimpfropfens“ kann ebenso verantwortlich sein: Dieser wird in den ersten Schwangerschaftswochen gebildet, indem sich die Sekretion im Gebärmutterhalskanal einnistet. Dadurch wird ein zusätzlicher Schutz gegen Keime aufgebaut.

Sobald sich der Gebärmutterhals vergrößert, kann dieser Pfropf ausgeschieden werden. Der ausgestoßene Schleim ist in der Regel weiß, kann allerdings auch blutig oder braun gefärbt sein. Diese Schutzbarriere kann sich im Laufe der Schwangerschaft erneut bilden und dann wiederholt abgehen.

Progesteronmangel im 1. Trimester

Dunkler Ausfluss während der ersten drei Schwangerschaftsmonate kann auch von Progesteronmangel ausgelöst werden. Wird vom Körper zu wenig Progesteron produziert, kann das bei Schwangeren eine abgeschwächte, dunkle Blutung auslösen. Diesem Mangel kann durch gezielte Gabe von Heilmitteln entgegengewirkt werden.

Kleine, innere Verletzungen im 1.-3. Trimester

Kleine, innere Verletzungen sind ebenso in Betracht zu ziehen. Diese können aufgrund der erhöhten Durchblutung beim Geschlechtsverkehr oder sogar bei der gynäkologischen Untersuchung entstehen.

Pilzinfektion und weitere Geschlechtskrankheiten in 1.-3. Trimester

Eine weitere Ursache für Schmierblutungen in der Schwangerschaft ist eine Pilzinfektion. Diese macht sich durch Jucken und Brennen im Genitalbereich bemerkbar.

Eine Pilzinfektion kann gefährlich für dich werden, wenn diese in der fortgeschrittenen Schwangerschaft nicht behandelt wird: Während der Geburt können die Krankheitserreger auf dein Kind übertragen werden und lebensbedrohliche Komplikationen auslösen, da das Immunsystem des Babys noch nicht darauf vorbereitet ist.

Auch andere Geschlechtskrankheiten können dunklen Ausfluss bedingen.

WICHTIG: Du solltest dich und dein Baby beim Wechsel des Sexualpartners in der Schwangerschaft auf jeden Fall zusätzlich mit einem Kondom schützen.

Gefahren – Wann du ärztliche Hilfe suchen solltest

Zur Sicherheit solltest du nach ein paar Tagen dunkler Schmierblutung deinen Gynäkologen/ deine Gynäkologin aufsuchen – vor allem wenn Schmerzen hinzukommen.

In sehr seltenen Fällen können Blutungen oder vermehrter Ausfluss ein Hinweis für eine Eileiterschwangerschaft oder eine Fehlgeburt sein.

Der Arzt/ die Ärztin untersucht bei dunklen Schmierblutungen und weiteren Komplikationen für gewöhnlich deinenBeta-hCG-Wert im Blut. Dieses Hormon sollte in der Schwangerschaft eigentlich ansteigen – ist dies nicht der Fall, ist eine Eileiterschwangerschaft möglich.